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Gemeinwohl

Ein kleiner, aber feiner Verweis: Über das gemeine Wohl und das, was man darunter (noch) verstehen kann, kann man derzeit vorzüglich mit und bei metepsilonema diskutieren.

Wortschatzerweiterungen - Klappe, die Zweite

Wo ich gestern noch eigene Wortschatzerweiterungen gesammelt habe: Wen der folgende Absatz entzückt, liest einfach hier weiter und macht seine Lektüre im Zeilenzwischentraumzeichenfeenlandschaftsraum zur regelmäßigen, weil mehr als lohnenden Gewohnheit ...

Zur Phänomenologie der Glykophilie

Die Phänomenologie der Glykophilie ist ein Gegenstand “voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken” (Marx). Die komplexe Dialektik des Objekts kann mit der fetischisierten Modalitäten der Subjektkonstitution innerhalb der spektakulären Vergesellschaftungsformen einer ihrer selbst entfremdeten Menschheit nur schwer harmonisiert werden. Dennoch liefert die von Helsing und Montgomery in “Spezifische Probleme marxologischer Protophänomenologie”1 entwickelte Methodologie der abstrakten Konkretion eine hinreichende Legierung, die es ermöglicht, den Fetisch, der sich speziell in der Sphäre der Ökotrophologie, die zur ausreichenden Reflexion des datierten Objektclusters unbedingt zu tangieren ist, peripher zu umgehen. Ohne diese aus erkenntnistheoretischer Perspektive durchaus kritikable Kathode ausreichend problematisieren zu können, ist es dennoch erforderlich, die Glykophilie als “Phänomen der Phänomene”, als “Sein des Seins” zu durchleuchten.
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Hemden und Punkrock

via jordroek abonniere ich seit Kurzem das, was m.arschflugkoerper in die Welt setzt: soziologisches, medientheoretisches, kulturelles und kleine, aber feine Alltagsgeschichten – mehr als lesenswert aufgrund einer vorsichtigen, genauen Schreibe. Mitlesen, also.

Philosophische Früherziehung

Was man nicht auf der Suche nach fruchtbaren Lektüreergänzungen zu Georgio Agambens Homo Sacer: Die souveräne Macht und das nackte Leben aufstöbert: Diese spielfreudigen Jungs sorgen für philospohische Stimmung in jedem Kinderzimmer ...

Regenschirm trotz Sonne

Wo wir gerade doch beim Thema sind: Nerone hat mich vor geraumer Zeit auf parapluie - elektronische zeitschrift für kulturen · künste · literaturen aufmerksam gemacht. Und siehe da: Fast als Aufforderung zur Vertiefung des letzten Posts steht das aktuelle Heft im Zeichen einer unserer zentralen Erzählungen: der Autobiographie. Lesenswert, kontrovers, vor allem aber: richtig gut.

Frohes Pfingsfest und so ...

Global Voices

Durch meine Beschäftigung mit der digitalen Bohème (die's ja als nur Selbststilisierung gibt) bin ich via Netzpolitik auf das Projekt Global Voices Online aufmerksam geworden. Recht, aber nicht hundertprozentig überzeugend fand ich das Interview mit Mitbegründer Ethan Zuckerman, das Andrea Goetzke führte. Irgendwie glaube ich nach wie vor nicht so wirklich an den öffentlichen Willen zum politischen Engagement. Was ich aber doch denke: Hinter Global Voices Online steckt definitiv mehr als ein blasses "Bloggen für eine bessere Welt". Es hält dem mehr als mageren Wissensstand, der um ein Vielfaches durch das anhaltende Aufmerksamkeitsdefizit für Entwicklungen und Stand der Dinge verstärkt wird, einen Spiegel vor und beweist, dass man sich informieren kann, wenn man nur möchte.

Was mich wiederum skeptisch stimmt: Ethan Zuckerman & Co. lehren und forschen am Berkman Center for Internet and Society an der Harvard Law School. Zuckerman dazu: Berkman is a remarkable institution - it's a think tank for folks who effect change as well as study phenomena. A number of my favorite people in the world of technology and international development hang their hats there and, as a result, it's a great place to explore activist and research ideas. Worauf ich hinaus will, machen seine Worte zu einem seiner weiteren Projekte deutlich: Geekcorps was my main project until quite recently. It's an international non-profit organization that transfers tech skills from geeks in developed nations to geeks in emerging nations, especially entrepreneurial geeks who are building small businesses. In other words, it's a Peace Corps for geeks. Das Anliegen in allen Ehren - The program has successfully created models for sharing Internet using locally-made wireless antennas, BottleNet, implemented web-based solutions for radio stations, created low-cost internet systems for rural radio stations and is working to create small enterprises to support these technologies - bleibt einer sehr kleinen Elite gewidmet; gibt es nicht dringlichere Probleme, für die konkrete Lösungsansätze fehlen? Andererseits: Die Vision, anstelle eines Sprechens für die "Dritte Welt" das Sprechen der "Dritten Welt" für sich selbst durchzusetzen ist genau das, was ich sofort unterschreiben würde (wobei aber auch hier die gewichtige Frage zu stellen bleibt, inwiefern "modern" orientierte Elite repräsentativ für ihre jeweiligen Gesellschaften sprechen. Ganz offensichtlich: Ich bin g e s p a l t e n.